Rückblick auf den 6. Gospelworkshop

Freitagnachmittag, kurz vor 17 Uhr: Der Chor ist bereits vor Ort, die letzten Teilnehmer trudeln ein. Nach der Anmeldung bekommen alle Mitwirkenden ihre Notenmappen und das Namensschild ausgehändigt und betreten den Gesamtprobenraum. Geschäftiges Gewusel und herzliche Begrüßungen füllen den Raum bis schließlich alle Platz genommen haben und auf die Eröffnung des 6. Gospelworkshop warten. Die Chorleiterinnen Sandy und Valeska begrüßen mit großer Vorfreude alle Beteiligten, stellen kurz den Ablaufplan vor und teilen noch ein paar organisatorische Informationen mit. Danach geht es direkt los – das Einsingen beginnt. Dabei geht es nicht nur darum die Stimmbänder warm zu machen, sondern vor allem auch das Zwerchfell und die Atmung zu aktivieren.
Zum diesjährigen Workshop gibt es auch eine Neuerung: der Chor bringt den Workshop-Teilnehmern insgesamt vier Lieder aus seinem eigenen Repertoire bei. Nur durch zuhören und kleinere Texthilfen, aber ohne Noten, lernen alle mit der „ear to ear“-Methode. Schon während der Einsingephase wird der Kanon „Banuwa“ kennengelernt und gesungen. Danach geht es in die ersten Einzelproben mit den Liedern „Fill-A Me Up!“ und „Baba Yetu“. Dieses sehr komplexe, z.T. sechsstimmige Lied, verlangt allen direkt zu Beginn Einiges ab, stellt aber auch auf die kommenden Aufgaben ein. Am Ende des Wochenendes wird dieses Lied den krönenden Abschluss bilden. Nach einer kleinen Verschnaufpause beschließen wir den Tag mit einer Gesamtprobe, dem Chor-Stück “Freedom is coming” und gehen schließlich mit freudiger Erwartung auf die folgenden Tage in den Abend.

Bereits beim Betreten des Gemeindehauses in Großröhrsdorf am Samstagmorgen duftet es nach Kaffee – ein sehr wichtiges Elixier, wenn man bedenkt, dass ein gut zehnstündiger Probenmarathon wartet. Pünktlich 8.30 Uhr startet der Tag wieder mit dem Einsingen und den nächsten Chorliedern „The Lion sleeps tonight“ und „This little light“.
Anschließend werden in den Einzelproben die nächsten Workshop-Lieder gemeinsam angegangen, denn auch der Chor selbst kennt diese noch nicht. Bei „Un poquito Samba“ tauchen wir in lateinamerikanische Melodien ein und kehren mit „On that Great, Great Mornin‘“ zurück zu den klassischen Gospel-Wurzeln.
Nach einer weiteren Gesamtprobe ist dann erstmal Mittagszeit. Bei leckeren Salaten, Steaks und Bratwürsten hat man Zeit, sich kennen zu lernen, Workshop-Bekanntschaften zu pflegen und sich über das bisher erlebte auszutauschen. Gut gestärkt wartet dann in der nächsten Einzelprobe das letzte Workshop-Lied: „Rama Lama Ding Dong“. Kennt eigentlich jeder, aber es dann selber in einem Chorsatz zu singen, ist dann doch noch etwas anderes. Zwischendrin macht sich auch bei dem ein oder anderen ein kurzer Moment der Verzweiflung breit. „Wie soll ich mir das alles merken in der kurzen Zeit?“ oder „Puh, ganz schön anstrengend.“ ist da zu hören. Aber genau solche Momente gehören auch dazu – mit der nachfolgenden Überraschung und Erleichterung, wenn nach ein paar Anläufen, das Lied dann doch bei jedem funktioniert.
Besonders wichtig bei unseren Workshops sind immer die Gesamtproben am Samstagnachmittag. Dort werden alle Workshop-Lieder meistens zum ersten Mal vom Anfang bis zum Schluss durchgesungen, an der Dynamik gearbeitet und ein großes Ganzes daraus gemacht. Auch die rhythmische Begleitung in Form von Cajón, Djembe und diversen anderen Percussion-Instrumenten wird hier hinzugefügt. Auch in diesem Jahr wurden wir dabei von Franz Martin unterstützt und bedanken uns schon mal an dieser Stelle sehr herzlich! Nach einer kleinen Kaffee- und Kuchenpause begaben wir uns schließlich auf die Ziellinie und die Workshop-Teilnehmer beendeten den zweiten Tag kurz nach 18 Uhr. Für uns, den Chor, ging es noch bis 19.30 Uhr weiter, da wir schließlich unseren Block für das Konzert auch mal durchprobieren mussten. ;-)

Der Sonntag stand wie immer im Zeichen der Konzertvorbereitung – es warteten nur noch Gesamtproben auf uns. In den knapp  vier Stunden wurde an allen Liedern gefeilt und das Beste herausgeholt, damit alles bis zum Konzert am Nachmittag passt. Vor der Stell- bzw. Generalprobe in der Kirche gab es wieder ein leckeres Mittagessen und langsam stieg auch die Spannung an. Gegen 14 Uhr versammelten sich schließlich alle in der Kirche. Der Ablauf des Konzertes wurde abgesprochen, die einzelnen Positionen in dem fast 50 Leute zählenden Workshop-Chor wurden gesucht. Alle gemeinsamen Lieder wurden nochmal durchgesungen. Und dann kamen schon die ersten Zuhörer. Kurz nach 15 Uhr beendeten wir schließlich die letzte Probe, das Lampenfieber brach sich langsam Bahn und eine kribbelige Vorfreude machte sich breit. Die Kirche füllte sich zusehends.

16 Uhr – der Gospelchor stimmt sein Einzugslied „Aya ngena“ an. Aus der Mitte des Kirchenschiffs kommend ziehen wir auf die Bühne. Nach einer kurzen Begrüßung des Publikums durch Pfarrer Norbert Littig und den Chor können wir mit dem Kanon „Banuwa“ nun auch die Workshop-Teilnehmer auf der Bühne begrüßen. Das erste Drittel des Konzerts bildet der erste Workshop-Block, bestehend aus den Liedern „Un poquito Samba“, „Fill-A Me Up!“ und „The Lion sleeps tonight“, welchen wir erfolgreich meisterten. Danach darf der Workshop-Chor kurz verschnaufen, denn der Block des Chores steht an.
Mit einem Mix aus altbekannten Liedern wie „Slow me down“ und „Down in the river to pray“ sowie den etwas neueren Repertoirestücken „Soon Ah Will Be Done“ und „Wade in the water“ leiten wir mit dem neuesten Stück „Swing down, Chariot“ über in den zweiten Workshop-Block.
Das klassische Gospel-Stück „On that Great, Great Mornin‘“ schließt dabei direkt an. Mit „This little light“ und „Rama Lama Ding Dong“ biegen wir schon auf die Ziellinie des Konzerts ein. Die Moderatorinnen und Pfarrer Littig bedanken sich beim Publikum, den Workshop-Teilnehmern und dem Chor und stimmen schließlich die Zuhörer auf das musikalische Highlight des Konzerts ein: „Baba Yetu“.
Die rhythmischen Klänge der Djembe füllen die Großröhrsdorfer Kirche bevor das Tenor-Solo einsetzt. Danach wechselt sich kräftiger Chorgesang mit leiseren Passagen ab und in Windeseile setzt man schon zum Schlussakkord an. Ein Wimpernschlag Stille, dann brandet tosender Applaus auf. Vergessen sind die kleinen Unsicherheiten und die zwischenzeitlichen Zweifel ob alles klappt. Im Workshop-Chor zeichnet sich eine gelöste Stimmung ab und glückliche Gesichter sind zu sehen, auch das ein oder andere Freudentränchen wird verdrückt. Das Publikum fordert lautstark eine Zugabe und die liefern wir natürlich auch: Mit „Freedom is coming“ zieht der gesamte Workshop-Chor aus der Kirche aus und bildet in der Brauthalle ein singendes Spalier, durch welches die Zuhörer verabschiedet werden. Erst als der letzte Gast die Kirche verlassen hat, verstummt auch langsam der Gesang. Man verabschiedet sich herzlich voneinander, viele wollen zum nächsten Workshop wieder dabei sein und einige überlegen auch direkt Teil des Gospelchores zu werden.

Wir, der Gospelchor Großröhrsdorf, möchten uns bei allen Teilnehmern für das wirklich gelungene Workshop-Wochenende von Herzen bedanken und sind glücklich, dass ihr jede Verrücktheit so wunderbar mitgemacht habt. Ohne euer Vertrauen und eure Begeisterungsfähigkeit könnten wir sowas gar nicht machen.
Ein ganz besonderer musikalischer Dank richtet sich auch an Franz Martin, der uns trotz herannahendem Abitur wieder rhythmisch unterstütz hat und Axel Schüler, welcher Teile des Chores im Vorfeld ebenfalls intensiv rhythmisch schulte.
Ein herzlicher Dank geht auch an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, egal ob Schnittchen schmieren, Grillen, Bühne aufbauen oder Chor-Kinder-Betreuung – was wären wir ohne Euch?!
Vielen Dank auch an Pfarrer Norbert Littig für die Begleitung während des Konzertes und die ev.-luth. Kirchgemeinde Großröhrsdorf, deren Gemeindehaus wir zum Proben nutzen und – wieder einmal – die Kirche zum Konzertsaal umfunktionieren durften.
Last but not least möchten wir uns bei dem sehr zahlreich erschienenen Publikum bedanken! Ohne diese immerwährende Unterstützung würde unser musikalisches Vorhaben gar keinen Sinn ergeben, denn Musik funktioniert nur, wenn es auch Leute gibt, die es hören möchten.

In diesem Sinne freuen wir uns auf alle kommenden Konzerte und vor allem alle folgenden Workshops!

Euer Gospelchor Großröhrsdorf

Neue Bässe braucht der Chor!

Du hast Lust in einem Chor zu singen, aber das klassische Standartrepertoire ist nicht so dein Ding?
Du magst eine lockere Probenatmosphäre und hast Spaß daran, etwas Neues auszuprobieren?
Dich zeichnen Spontanität, der Spaß am gemeinsamen Singen und Teamfähigkeit aus?
Dann bist du bei uns genau richtig: werde ein Bass in unserem gemischten Gospelchor.
Bei uns erwarten dich eine tolle Chorgemeinschaft, neue musikalische Herausforderungen und viel Spaß und Enthusiasmus beim gemeinsamen Musizieren.
Chorerfahrung ist nicht zwingend erforderlich.
Unsere Proben finden in der Regel aller zwei Wochen am Samstag statt, je nach Auftrittslage kann diese Angabe jedoch schwanken.

Wenn dein Interesse jetzt geweckt ist, dann melde dich einfach bei uns per Mail:
mail@gospel-chor.com

Wir freuen uns auf neue Bässe, denn…
“It’s all about the Bass!” ;-)